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Medizin
5 Diagnose mit Doppler-Sonographie
(Beschreibung der Methode)
Wozu dient die Doppler-Sonographie?
Die Doppler-Sonographie ist in der heutigen Zeit eine Routinemethode in der
Diagnose von Gefäßerkrankungen.
Mit diesem Verfahren kann Folgendes beurteilt werden:
- Richtung des Blutstromes
- Höher gradig arterielle Gefäßeinengung: Dies ist z.B. wichtig zum Nachweis bzw.
Ausschluss einer Einengung (Stenose) der hirnversorgenden Arterien.
- Gefäßwand-Veränderungen, z.B. in Form von Verkalkungen
(Ablagerungen von Zellstrukturen)
- Flussgeschwindigkeit des Blutes
Außerdem wird die Doppler-Sonographie als Screening-Verfahren (Suchtest) in der
Diagnose von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) angewandt.
Eine pAVK liegt vor, wenn der Hohlraum von Arterien der Extremitäten eingeengt ist.
Am häufigsten ist diese Krankheit im Bereich der Beinarterien zu finden.
Zudem dient sie der Erfolgskontrolle und Verlaufsbeobachtung nach gefäß-chirurgischen
Eingriffen, wie z.B. nach Operationen von Einengungen der Halsschlagader (Stenose der
Arteria carotis) oder nach einer Nieren-Transplantation.
Die Doppler-Sonographie wird aber auch in anderen Bereichen der Medizin eingesetzt:
- In der Geburtshilfe können auf diese Weise kindliche Herztöne nachgewiesen werden.
- Bei der Ultraschall-Untersuchung des Herzens (Echokardiographie) ermöglicht das Doppler-Verfahren den Nachweis von Herzklappenfehlern und Blutfluss- und Druckverhältnisse im Herzen.
Mit der Doppler-Sonographie kann der Arzt schnell und kostengünstig Befunde
diagnostizieren, überprüfen oder ergänzen. Deshalb wird sie gerne und häufig angewandt.
Wie wird die Doppler-Sonographie durchgeführt?
Prinzipiell wird die Doppler-Sonographie von Gefäßen wie jede andere
Ultraschall-Untersuchung durchgeführt.
Dabei führt der Arzt den Ultraschallkopf zu der betroffenen Körperregion.
Das ist bei einer Diagnose der pAVK z.B. eine Arterie am Fußrücken
(Arteria dorsalis pedis). Beim Verdacht auf Einengung einer hirnversorgenden
Arterie wird der Arzt die seitliche Halsregion untersuchen.
Der Arzt trägt dann auf die Haut der zu untersuchenden Region ein Gel auf.
Das ist notwendig, weil sonst die Luft zwischen Schallkopf und Haut die
Ultraschallwellen vollständig reflektiert.
Welche Komplikationen können bei der Doppler-Sonographie auftreten?
Die Doppler-Sonographie ist praktisch risikolos. Mit einer Kombination aus der
Krankenvorgeschichte, der Anamnese, und der Untersuchung durch den Arzt kann eine
Gefäßerkrankung in vielen Fällen erkannt werden.
Sonographie
Prinzip
Die Sonographie basiert auf der Anwendung von Ultraschall. Dabei werden über einen
Schallkopf Ultraschallwellen in den Körper übertragen. Diese werden von den
unterschiedlichen Gewebsstrukturen reflektiert. Hieraus kann dann rechnerisch ein Bild,
vorzugsweise der Organe des Bauchraumes, der Brust, des Halses und der Gelenke errechnet werden.
Vorteile der Methode
Die Methode ist nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden. Sie ist schnell und gut verfügbar.
Da die Bilder sofort errechnet werden können Bewegungsabläufe, z.B. des Herzens oder der Gelenke
direkt beobachtet werden. Die Methode eignet sich sehr gut zur Darstellung der verschiedenen
Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren usw.
Nachteil der Methode
Ultraschall wird an Knochen vollständig reflektiert und kann nicht Luft durchdringen. Deswegen
ist es nicht möglich, das Gehirn beim Erwachsenen darzustellen oder Veränderungen innerhalb der
Lunge zu erkennen.
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