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Medizin
7Diagnose mit Ultraschall
(Beschreibung der Methode)
Was ist eine Ultraschall-Untersuchung?
Die Ultraschall-Untersuchung ist ein Verfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener
Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen.
Wie funktioniert die Ultraschall-Untersuchung?
Ultraschall-Aufnahme aller vier Herzkammern (rechts). Darunter ist ein EKG (grün) dargestellt
Der Arzt benötigt für die Sonographie einen Schallkopf. Dabei handelt es sich um einen
piezo-elektrischen Kristall. "Piezo-elektrisch" heißt elektrisch durch Druck. Dieser
Kristall wird durch bestimmte Hochfrequenzen zur Aussendung von Ultraschallwellen angeregt.
Die Schallwellen werden im Körper des Patienten je nach Gewebeart absorbiert oder reflektiert.
Der Schallkopf kann die reflektierten Schallwellen wiederum empfangen. Er wirkt also gleichzeitig
als Schallsender und Schallempfänger.
Die reflektierten Schallwellen werden in elektrische Impulse verwandelt, mit einem bestimmten
Gerät verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt. Der Arzt erhält dadurch zweidimensionale
Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung von Größe, Form und Struktur der untersuchten Organe,
Weichteilgewebe und Gefäße vermitteln.
Mit den besonderen Verfahren der Doppler-Sonographie und der Farb-Doppler-Sonographie erhält der
Arzt zusätzlich Informationen über die Strömungsrichtung, -geschwindigkeit und -stärke des
Blutflusses in den Gefäßen.
Wann wird eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt?
Die Ultraschall-Untersuchung findet zur erstmaligen Diagnose und zur Verlaufskontrolle von
Erkrankungen in vielen Bereichen der Medizin Anwendung. Dazu zählen:
- Die Abdomen-Sonographie: Das ist die Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums, bei der Leber,
Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Gefäße dargestellt werden.
Erkrankungen dieser Strukturen wie z.B. Raumforderungen, Zysten oder Steinleiden können oft mittels
Ultraschall dargestellt werden.
- Die Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse: Dadurch sind Zysten, Tumore und Organvergrößerungen
oder- verkleinerungen darstellbar.
- Die Echokardiographie: Das ist die Ultraschall-Untersuchung des Herzens.
- Die Untersuchung von Gefäßen, z.B. der Beine oder im Halsbereich, zur Diagnose von
Gefäßverengungen oder -verschlüssen
- Die gynäkologische Ultraschall-Untersuchung: Dadurch werden Gebärmutter und Eierstöcke erkennbar
ebenso wie Veränderungen in diesen Bereichen. So kann auch die Entwicklung einer Schwangerschaft
beurteilt werden.
Das Ultraschallverfahren wird aber auch von Augenärzten, HNO-ärzten, Urologen oder Orthopäden angewandt.
Ärzte untersuchen oft Befunde mit Hilfe der Sonographie, da sie eine schnell durchzuführende und
kostengünstige Methode ist. Zudem sind die meisten Ultraschallgeräte leicht zu transportieren, wodurch
sie der Arzt auch direkt am Krankenbett einsetzen kann.
Was ist im Vorfeld der Ultraschall-Untersuchung zu beachten?
Zur sonographischen Untersuchung des Bauchraums sollte der Patient nüchtern erscheinen, das heißt er
darf einige Stunden vor der Untersuchung weder etwas essen noch trinken. Wird diese Verhaltensregel
nicht beachtet, kann der Bauchraum mit seinen Organen eventuell nicht untersucht werden, denn viel
Luft im Darmbereich beeinträchtigt die Bildqualität.
Wie läuft eine Ultraschall-Untersuchung ab?
Beispiel: Ulltraschall-Untersuchung des Bauches (links)
Zuerst wird der Patient, je nach darzustellender Region, entsprechend gelagert. Zur Untersuchung des
Bauchraumes beispielsweise liegt der Patient meist auf dem Rücken.
Der Arzt bringt ein Gel auf den Schallkopf auf. Wird der Schallkopf ohne Gel auf die Haut gehalten,
dann werden die Ultraschallwellen durch die Luft zwischen Schallkopf und Haut vollständig reflektiert.
So würde der Arzt keine Ultraschallbilder erhalten.
Durch die Bewegung und unterschiedliche Abwinkelung des Schallkopfs auf der Haut kann der Arzt gewünschte
Organe und Gewebe aus verschiedenen Richtungen einsehen.
Nach Abschluss der Untersuchung kann das Gel abgewischt werden.
Welche Komplikationen können auftreten?
Da keine gefährlichen Strahlen ausgesendet werden, ist die Ultraschall-Untersuchung
praktisch risikolos.
Auch die Untersuchung von Schwangeren ist daher möglich.
Welche anderen Untersuchungsmöglichkeiten bestehen?
Die Sonographie findet zur erstmaligen Klärung von Erkrankungen in vielen Bereichen
breite Anwendung.
Mit Hilfe der Computer-Tomographie (CT) oder Kernspin-Tomographie (Magnet-Resonanz-Tomographie, MRT)
können gleichfalls alle Bereiche des Körpers untersucht werden.
Durch die Angiographie, eine Röntgenuntersuchung, bei der Gefäße durch Röntgenkontrastmittel dargestellt
werden, sind Gefäßveränderungen nachweisbar.
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