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Diabetes
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Was ist Diabetes?
"Zucker", wie man umgangssprachlich sagt, oder Diabetes ist eine Krankheit, die durch chronisch
(anhaltend) hohe Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist.
Die zu hohen Blutzuckerwerte entstehen dadurch, dass der Blutzuckerregelkreis aus
dem Gleichgewicht geraten ist. Diese Stoffwechselstörung kann verschiedene Ursachen haben.
Entsprechend der Ursachen wird Diabetes in verschiedene Formen eingeteilt:
Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Da diese beiden Erscheinungsformen der Hauptanteil der
Diabeteserkrankungen ausmachen, beschränken wir uns in unserer Beschreibung auf diese beiden Typen.
Worin besteht die "Störung" bei Diabetes?
Der Zuckertransport ( Glukosetransport)
im menschlichen Körper kann an 2 Stellen gestört sein:
Alle menschlichen Zellen, z.B. im Gehirn oder in der Muskulatur, benötigen Energie.
Glukose ist hierfür ein wichtiger Lieferant. Damit aber die Glukose auch in die Zellen
gelangen kann, braucht sie einen "Türöffner". Dieser "Türöffner" ist
das Insulin.
Es schließt sozusagen die Tür der Zelle auf, damit die Glukose ins Innere der Zelle
gelangen kann. Das Insulin wiederum wird in der Bauchspeicheldrüse
produziert. Wird nun von der Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin
geliefert oder das Insulin
wirkt nicht richtig ( Insulinresistenz),
steigt der Blutzuckerspiegel an, weil zu viel Glukose im Blut "schwimmt". Die Glukose wird dann vom Körper
über die Nieren im Urin ausgeschieden. Der lateinische Begriff "Diabetes mellitus" wird auch mit
"honigsüßem Durchfluss" übersetzt und beschreibt dieses Symptom des zuckerhaltigen Urins sehr treffend.
Da Glukose nur in Wasser gelöst ausgeschieden werden kann, reagiert der Körper mit heftigem Durst -
ein wichtiges Zeichen für Diabetes.
Auf der anderen Seite werden nun die Zellen, z.B. im Gehirn und in der Muskulatur, nicht mehr ausreichend
mit Energie versorgt. Der Körper reagiert mit Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen.
Welche Typen gibt es?
Diabetes Typ 1:
Was sich zunächst sehr kompliziert anhört, ist im Grunde einfach zu erklären.
Diabetes Typ 1 ist eine sogenannte
Autoimmunkrankheit.
Das bedeutet, dass der Körper seine eigenen Stoffe oder Zellen nicht mehr als körpereigen erkennt
und sie abwehrt wie einen Feind und sie vernichtet.
Beim Diabetes Typ 1 zerstören Immunzellen
die Zellen in der Bauchspeicheldrüse,
die Insulin produzieren
(Beta-Zellen). Ist der größte Teil dieser Zellen zerstört, entsteht ein absoluter Insulinmangel
und dadurch steigt der Blutzuckerspiegel an.
Diabetes Typ 2
(früher auch "Alters-Diabetes" genannt)
Der Grund für diese Art von Diabetes ist vornehmlich in der Lebensführung zu finden.
Mit zunehmendem Übergewicht steigt nämlich das Risiko, an dieser Diabetes-Form zu erkranken,
erheblich. Bei verminderter körperlicher Auktivität und deutlichem Übergewicht verliert
das Insulin
seine Wirkung (Insulinresistenz).
Das heißt, die Körperzellen sprechen weniger oder gar nicht mehr auf
Insulin an.
Ursachen
Diabetes Typ 1
Die Hauptursachen für Diabetes Typ 1 werden in genetischen (erblichen) Faktoren
gesehen. Aufgrund der erblichen Veranlagung gibt es auslösende Faktoren, zu
denen Virusinfektionen und evtl. auch die Ernährung gezählt werden.
Diabetes Typ 2
Auch bei Diabetes Typ 2 spielt die Vererbung eine große Rolle. Darüber hinaus
wird die Auslösung von Diabetes Typ 2 besonders durch folgende Faktoren gefördert:
- übergewicht
- falsche Ernährung
- mangelnde körperliche Aktivität
- Bluthochdruck
- Nikotin
Symptome
Beim Diabetes entwickeln sich verschiedene Symptome. Die Erkrankung kann zunächst
jedoch völlig unbemerkt verlaufen.
Man unterscheidet im Wesentlichen zwei verschiedene Symptomarten:
- Symptome, die durch den erhöhten Blutzuckerspiegel auftreten
- Symptome, die durch Folgeschäden aususgelöst werden
Symptome Diabetes Typ 1
- starker Durst
- vermehrtes Wasserladen
- Konzentrations- und Leistungsschwäche
- Müdigkeit
- Übelkeit und Erbrechen
- unerklärte Gewichtsabnahme
- Azetongeruch der Atemluft (riecht wie verfaulte Äpfel oder Nagellack)
Symptome Diabetes Typ 2
Oft bleibt der Diabetes Typ 2 lange Zeit symptomlos und daher unerkannt. Daher
haben sich häufig schon Folgeschäden entwickelt oder die Symptome
der Folgeschäden sind Anlass für einen Arztbesuch.
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen
- Sehstörungen
- Nerven- und Empfindungsstörungen (z.B. Kribbeln an den Fußsohlen, oder auch "Ameisenlaufen" genannt
- vermehrtes Wasserlassen
- starker Durst
- schlecht heilende Wunden
- häufige Infektionen
- leichte Ermüdbarkeit
Diagnose
Während beim Diabetes Typ 1 die Symptome meist gravierend sind, wird der Diabetes Typ 2
dagegen eher bei Routineuntersuchungen festgestellt.
Bei einem Verdacht auf Diabetes kann der Arzt verschiedene Untersuchungen durchführen,
um eine Diagnose zu bestätigen.
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