Diabetisches Koma
Sehr hohe Blutzuckerwerte können ein diabetisches Koma und damit eine
lebensbedrohliche Siutation zur Folge haben. Durch diese Entgleisung des
Stoffwechsels
kann es zu einer Bewusstlosigkeit durch totalen Insulinmangel kommen.
Plötzlich auftretende Symptome für eine Überzuckerung und damit
dringende Warnzeichen sind:
- Schwächegefühl
- Muskelkrämpfe
- Sehstörungen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verwirrung und Benommenheit
- Krämpfe
- Acetongeruch des Atems (wie verfaulte Äpfel oder Nagellack)
- Bewusstlosigkeit
Ein diabetisches Koma ist ein lebensbedrohlicher Zustand und muss sofort im
Krankenhaus behandelt werden.
Folgeschäden
Bei Diabetikern können Komplikationen an verschiedenen Organen und Geweben
auftreten. Besonders betroffen können sein:
Augen
Diabetische Fußveränderungen
Nieren
Nerven
Bluthochdruck
Augen:
In den Augen kann es zu schäden der kleinsten Gefäße des Augenhintergrundes kommen.
Die Gefäße wachsen in den Glaskörper des Auges und beeinträchtigen dadurch
erheblich die Sehfunktion.
Passen Sie auf sich auf:
- Lassen Sie regelmäßig (mindestens einmal jährlich) bei einem Augenarzt Ihren Augenhintergrund untersuchen
- bei bereits bestehenden Veränderungen lassen Sie häufiger Kontrolluntersuchungen durchführen
Diabetische Fußveränderungen
(siehe auch unseren Beitrag
"Der diabetische Fuß - Entstehung und Vermeidung")
Ein beim Diabetiker häufig auftretender Senibilitätsverlust, u.a. an den Füßen, kann dazu führen,
dass kleine Druckstellen oder Verletzungen (Mikroangiopathien) an den Füßen nicht bemerkt und behandelt werden.
Werden rechtzeitig erste Anzeichen für Fußveränderungen erkannt und behandelt, können größere
Probleme, die schlimmstenfalls zu einer
Amputation
führen können, verhindert werden.
Nieren:
Eine Veränderung der Proteine (Eiweiße), die im menschlichen Körper
Gefäße und Gewebe bilden, führt zu einer Gefäßveränderung
in den Nieren. Durch diese Veränderung ist es dem Eiweiß
Albumin
möglich, mit dem Urin ausgeschieden werden (
Albuminurie).
Darüber hinaus verändert sich die Struktur der Nierengefäße. Entstehende Wucherungen
verschließen die feinen Gefäße der Nierenkörperchen
(
Glomeruli).
Dadurch wird die Nierenfunktion deutlich eingeschränkt.
Passen Sie auf sich auf:
- lassen Sie regelmäßig Urinuntersuchungen auf Albumin durchführen
- bei bereits bestehenden Schäden achten Sie genau auf eine eiweißarme Ernährung
- halten Sie eine medikamentöse Therapie sorgfältig ein
- überprüfen Sie regelmäßig mit einem geeigneten Blutdruckmessgerät Ihren Blutdruck
Nerven:
Ein lange anhaltender erhöhter Blutdruckspiegel wirkt störend auf die Energieversorgung der Nervenbahnen.
Zusätzlich kann sich
Glukose
an den Nervenbahnen ablagern und sie schädigen.
Besonders betroffen sind die langen Nervenbahnen in den Beinen. Sensibilitätsausfälle,
verminderte Schmerzempfindlichkeit, Kribbeln (Ameisenlaufen) sowie Brennen in den Beinen können
die Folgen sein und einen
diabetischen Fuß
auslösen.
Bluthochdruck:
Ein Hauptrisikofaktor für Veränderungen an den großen Gefäßen
(
Makroangiopathie)
ist ein zu hoher Blutdruck. Erhöhte Blutfettwerte (siehe
Ernährung)
und die veränderte Stoffwechsellage des Diabetikers führen zu Ablagerungen in den Gefäßen.
Dadurch werden sie starr und brüchig und gleichen einem alten Wasserleitungsrohr. Wenn sich Ablagerungen
lösen und in die Blutbahn gelangen, kann es zu Gefäßverschlüssen
(
Infarkt,
Thrombose)
kommen. Besonders betroffen sind die
Herzkranzgefäße
(
Herzinfarkt),
die Beinarterien (
Thrombosen) und die
Gefäße im Gehirn (
Schlaganfall).
Passen Sie auf sich auf:
- messen Sie regelmäßig mit einem geeigneten Blutdruckmessgerät Ihren Blutdruck
- halten Sie eine medikamentöse Therapie sorgfältig bei
- achten Sie auf ein Normalgewicht (Ernährung)
- bewegen Sie sich regelmäßig
- verzichten Sie auf Nikotin