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Schlaganfall
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Medizin
2 Prävention und Risikofaktoren
Der Schlaganfall - keine reine Alterskrankheit

Der Schlaganfall ist keine reine Alterserkrankung, wie man vielleicht vermuten könnte. Die Möglichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt zwar mit dem Alter, dennoch kann jede Altersgruppe betroffen sein. Es wird geschätzt, dass ca. 15% der Schlaganfall-Patienten jünger als 45 Jahre sind.
Es gibt mehrere Risikofaktoren, die sich einteilen lassen nach beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Faktoren.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

  • Alter
  • Vererbung (ist in der Familie schon einmal ein Schlaganfall aufgetreten, ist eine konsequente Prävention (Vorbeugung) bewonders wichtig!
Beeinflussbare Risikofaktoren

  • Arteriosklerose
    Wichtigste Ursache für die meisten Schlaganfälle ist die Arteriosklerose. Sie wird erheblich durch unsere Lebensführung beeinflusst.
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
    Je höher der Blutdruck ist, desto höher ist auch das Schlaganfallrisiko. Schäden an Gefäßwänden und damit die Entstehung von Arteriosklerose werden in deutlichem Maße von Bluthochdruck verursacht.
    Studien zufolge kann eine frühzeitige Behandlung von Bluthochdruck das Schlaganfallrisiko um 40% senken!
  • Rauchen
    Gesundheitsschädliche Stoffe, die durch das Rauchen im Blut aufgenommen werden, schädigen die Gefäßwände. Allein hierdurch steigt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um das zwei- bis vierfache. Darüber hinaus verengt das im Körper aufgenommene Nikotin die Gefäße. Das wiederum führt zu einer Erhöhung des Blutdruckes.
    Außerdem steht Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern deutlich weniger Sauerstoff im Blut zur Verfügung, da das eingeatmete Kohlenmonoxid aus der Zigarette ihn verdrängt. Dieser Sauerstoffmangel verschlechtert u. a. die Hirndurchblutung.
    Mit der Anzahl der Raucherjahre und der täglichen Zigarettendosis erhöht sich das Schlaganfallrisiko deutlich.
  • Fettstoffwechselstörungen
    Um das Zweifache wird das Schlaganfallrisiko durch einen zu hohen Cholesterinspiegel erhöht. Durch die Ablagerung von Blutfetten an den Arterienwänden wird die Entwicklung von Arteriosklerose erheblich gefördert.
    Ein hoher Cholesterinspiegel wird im wesentlichen durch fettreiche Ernährung (tierische Fette) ausgelöst und kann durch eine gesunde Ernährung entscheidend beeinflusst werden.
  • Vorhofflimmern
    Beim Vorhofflimmern handelt es sich um eine bestimmte Form von Herzrhythmusstörung. Sie ist gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Herzschlag, wird nicht direkt gespürt und bleibt, was sehr gefährlich ist, dadurch häufig unerkannt.
    65 - 75jährige Menschen sind zu rund 6%, über 75jährige bereits zu rund 16% betroffen.
    Durch Medikamentengabe kann das Schlaganfallrisiko in diesem Fall um 70% gesenkt werden!
  • Übergewicht durch falsche Ernährung
    Bluthochdruck oder Diabetes können mögliche Ursachen von Übergewicht sein und damit deutliche Schlaganfall-Risikofaktoren darstellen.
    Durch Gewichtsabnahme kann das Risiko einer Erkrankung erheblich reduziert werden.
  • Alkohol
    Hin und wieder ein Gläschen Alkohol kann, Studien zufolge das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken, geringfügig aufhalten und sogar zu einer leichten Absenkung des Cholesterinspiegels führen.
    Deutlich dagegen steigt das Schlaganfallrisiko aber bei Männern ab einer Alkoholmenge von 40 g Alkohol/Tag (das entspricht einer halben Flasche Wein, einem Liter Bier oder 5 Schnäpsen). Bei Frauen liegt die Grenze entsprechend bei 20g Alkohol/Tag.
  • Bewegungsmangel
    Sport und regelmäßige Bewegung sorgen dafür, dass Gefäße elastisch gehalten, trainiert und gut mit Sauerstoff versorgt werden.
    Cholesterinwerte und Blutdruck sinken auf normales Maß. Dabei ist es nicht wichtig, Höchstleistungen zu vollbringen, sondern ein moderates Training, etwa dreimal die Woche eine halbe Stunde, durchzuführen.
  • Diabetes(siehe auch unseren ausführlichen Bericht über Diabetes
    Diabetiker haben ein rund dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel greift Gefäßwände an und fördert damit die Entstehung von Arteriosklerose. Es ist daher besonders wichtig, Diabetes zu erkennen und zu behandeln.
  • Pille
    Hormonpräparate zur Empfängnisverhütung stellen bei Frauen einen zusätzlichen Risikofaktor dar. Forschungen zeigen jedoch, dass die Pille allein nicht das Schlaganfallrisiko erhöht, sondern dass weitere Faktoren wie z. B. Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen etc. hinzukommen müssen.
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